Österreich gewinnt EuroHockey Junior Championship II

29.07.2022 geändert vor 6 Monaten
von Sabine Blemenschütz

Überraschend holt Italien einen 2:1-Sieg gegen Polen. Polen ist zwar spielbestimmend, Italien schafft aber 2 perfekte Kontersituationen, die sie erfolgreich abschließen. In der 2. Halbzeit geht das Spiel hauptsächlich Richtung italienisches Tor, doch die italienische Torfrau entschärft die wichtigsten Situationen.

Polen wird zusehends nervöser und hektischer im Spiel. Aus insgesamt 7 Strafecken können sie keinen Profit schlagen. In der 54. Minute nimmt sich Marta CZUJEWICZ ein Herz, startet einen Solo-Lauf und schließt diesen erfolgreich ab. 2:1 nur mehr der neue Spielstand. Aber Polen schafft in diesem Spiel kein weiteres Tor mehr.

Damit gibt es eine gute Ausgangsposition für Frankreich und Österreich - Frankreich bereits fix aufgestiegen in die A-Division.

Beide Mannschaften mobilisieren am letzten Spieltag noch ihre Kräfte. Frankreich hat mit einem Sieg jedenfalls Chancen auf die erstrebten TOP-2-Plätze. Zunächst schaut es nach einem sehr ausgeglichenem Spiel aus, geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Kurz vor der Halbzeit bringt Ella DUMONT ihre Mannschaft in Führung - 1:0 für Frankreich.

Eine verwandelte Strafecke bringt den Ausgleich für Tschechien, aber die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn Frankreich erzielt mit dem nächsten Angriff wieder die Führung. 2:1 nach 41 Minuten.

Bei Tschechien scheinen ab diesem Zeitpunkt die Batterien leer zu sein - sie ziehen sich in die Defensive zurück und überlassen Frankreich das Spiel. In der 52. Minute erhöht Mathilde DUFFRENE auf 3:1.

Damit legt Frankreich an diesem Tag vor - Polen und Österreich müssen ihre Spiele gewinnen, um sie in der Tabelle zu überholen.

Österreich holt sich mit einem 1:0-Sieg gegen die Ukraine im letzten Spiel der EuroHockey Junior Championship II und mit 11 Tabellenpunkten den 1. Platz und damit den Aufstieg unter die Top 8 in Europa.

Dahinter reihen sich die Mannschaften von Frankreich, Polen, Italien, Tschechische Republik und Ukraine.

Die Östereicherinnen sind über weite Strecken die bessere Mannschaft und können es sich sogar leisten einige hochkarätige Chancen liegen zu lassen. Auch die Eckenquote von 6:3 spricht für Österreich.

Eine dieser Ecken führt auch zur 1:0-Führung - nach einer Stechervariante landet der Ball bei Laura Kern, die in volley unter die Latte schupft. Dies ist auch der Stand zur Halbzeit. Das 3. Viertel beginnt gleich wieder mit einer Strafecke für Österreich. Diese wird als Passkombination ausgeführt, aber der Torschuss landet mittig bei der Torfrau.

Auch im 4. Viertel fallen keine weiteren Tore und damit holt sich Österreich den Sieg bei dieser Europameisterschaft.

Österreich hat in diesem letzten Spiel die Möglichkeit noch Platz 6 zu erreichen und damit unter den TOP 8 in Europa zu bleiben - dafür notwendig ist ein Sieg gegen England. Doch leider klappt es in der ersten Hälfte nicht wie gewünscht. Der englische Kapitän Conor WILLIAMSON bringt seine Mannschaft in der 11. Minute in Führung. Österreich kommt nicht richtig in das Spiel und agiert zu passiv. Diesen Vorteil nützt England für sich und legt im 2. Viertel noch 2 Tore drauf.

Zur Halbzeit somit ein Spielstand von 3:0. Mit diesem Rückstand im Rücken werden die österreichischen Aktionen mutiger und England schaltet etwas zurück. Florian Hackl erzielt in Minute 44 den Ehrentreffer für Österreich und verkürzt auf 3:1. Im letzten Viertel gibt es in der Hektik des Spiels 2 grüne Karten für England und eine für Österreich - Samuel Taylor nützt diese Phase für ein weiteres Tor für England.

Mit 4:1 muss Österreich abermals die Überlegenheit des Gegners anerkennen und steigt mit dem 7. Gesamtrang wieder in die 2. Division ab. Man muss festhalten, dass Österreich ja als Nachrücker in den Bewerb gelangt ist und dafür haben sie sich wacker geschlagen. Von 5 Spielen gingen 3 verloren. Hie und da hat ein Quäntchen Glück gefehlt, jedenfalls mangelt es aber an Spielerfahrung auf diesem Niveau - technisch und körperlich muss hier einfach noch mehr gearbeitet werden.

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