Heimische Teams gut vertreten in Halbfinalspielen

07.01.2023 geändert vor 6 Monaten
von Sabine Blemenschütz

Sonntag | 09:00 Uhr

Österreichs U21-Team startet gut in das Spiel und erkämpft sich eine 4:1-Führung durch Winkler Josef, Mateusz Nyckowiak, Florian Hackl und Bastian Valas. Bis zur Halbzeit kann Mladost noch ein Tor aufholen und die Seiten werden bei 2:4 gewechselt.

In der zweiten Hälfte finden die Österreicher nicht mehr in den Spielrhythmus der ersten Halbzeit. HAHK Mladost ändert auch die Taktik und spielt mehr mit Pressing. Dies führt dazu, dass die Österreicher den Ball nicht mehr so leicht in den eigenen Reihen spielen können und gezielt nach vorne bringen. Dennoch gibt es weiterhin Chancen, die aber nicht erfolgreich abgeschlossen werden können. Es kommt auch zu keiner einzigen Strafecke für Österreich.

Bei Mladost bereitet vor allem Kapitän Josip Jazbec den Österreichern die meisten Probleme und erzielt 3 Treffer. Durch diese 5:4 Niederlage und den weiteren Ergebnissen in der Gruppe (Belgien verliert gegen Indonesien) landet Österreich auf dem letzten Gruppenplatz und muss am Sonntag um 09.00 Uhr um Platz 7 spielen.

In diesem Spiel fällt die Entscheidung um die Platzierung als Gruppenerster. Im ersten Viertel wogt das Spiel torlos hin und her - Belgien kommt zu einigen Chancen, aber Torfrau Stella van Rahden bereinigt zunächst erfolgreich die gefährlichen Schusskreisaktionen. In der 15. Minute bringt Marianne Pultar Österreich im Anschluss an eine kurze Ecke in Führung.

In der letzten Minute vor Seitenwechsel wird Österreich von einem langen Ball über die Bande überrascht und Belgien kann den Ball an der Torfrau vorbei in das Tor schieben - 1:1 zur Halbzeit.

6 Minuten im 3. Viertel gespielt und Belgien nutzt eine zu kurze Abwehr vor dem Tor für die 2:1-Führung. Doch Daria Buchta stellt nicht einmal eine Minute später den Ausgleich zum 2:2 her.

Sekunden vor dem letzten Viertelpfiff kann Marta Laginja einen Angriff der Belgier nur mehr regelwidrig stoppen und der dafür verhängte 7m wird zum 3:2 verwandelt.

Im letzten Viertel kommt Österreich zu Chancen, aber zu keinen weiteren Toren. Kurz vor Ende des Spiels setzen sie alles auf eine Karte und nehmen die Torfrau zugunsten einer Feldspielerin vom Spielfeld. Dies bringt nicht den gewünschten Erfolg, sondern führt zu 2 empty goals für Belgien. Damit endet das Spiel 5:2 für Belgien.

Sonntag | 15:15 Uhr

Sonntag | 13:00 Uhr

Sonntag | 14:15 Uhr

Die Damen der SV Arminen machen mit ihrer Defensivtaktik der belgischen Nationalmannschaft das Leben im Halbfinale ganz schön schwer. Belgien findet sowohl mit 5, als auch mit 6 Feldspielern (statt der Torfrau), lange Zeit kein Rezept gegen den Abwehrriegel des Veranstalters. Sie gehen zwar mit 1:0 in Führung, mehr Tore können sie aber nicht erzielen.

SV Arminen hat mit einer kurzen Ecke gegen Ende des Spiels noch die große Chance auf den Ausgleich - der Ball wird mit dem Kopf auf der Linie abgewehrt, aber die Unparteiischen werten den Ball als nicht außerhalb gestoppt und pfeifen für die belgische Verteidigung. Damit erreicht Belgien das Finale und SV Arminen spielt um Platz 3.

Überraschend selbstbewusst präsentiert sich die U21w gegen die Damen-Nationalmannschaft. Unter der Führung ihrer Kapitänin Johanna Czech spielt die Mannschaft frisch und munter darauf los und kreiert die besseren Chancen.

Sie selbst ist es auch, die die U21w in der 6. Minute mit 1:0 in Führung bringt. Auch im 2. Viertel wirkt die U21 einfach aktiver und spielfreudiger. Isabella Klausbruckner nagelt das 2:0 unter die Latte und als sich die Zuschauer bereits für die Halbzeit bereit machen, setzt sie einem Ball noch erfolgreich nach und sorgt damit für das 3:0.

Lisa Steyrer kann im 3. Quartal auf 3:1 verkürzen, aber die Damen können nicht mehr zusetzen - die U21 hält gut dagegen. Sekunden vor dem Ende setzt Katharina Proksch nach schönem Pass von Johanne Czech den Schlusspunkt zum 4:1 und zieht absolut verdient in das Finale ein.

Spannend machen es die Herren der SV Arminen in ihrem Halbfinale. Europacup-Teilnehmer HAHK Mladost präsentiert sich schon das ganze Turnier über als stocktechnisch starke Hallenmannschaft. So verwundert es auch niemand, dass sie 1:0 in Führung gehen, doch SV Arminen gleicht aus und bekommt im Gegenzug sofort das 2:1 durch eine verwandelte Strafecke der Kroaten. Bis zur Halbzeit legt Mladost noch ein Tor nach und führt zur Halbzeit mit 3:1.

Im 3. Viertel spielt SV Arminen entfesselnd - sie schießen innerhalb von 2 Minuten 4 Tore und drehen das Spiel auf ein 3:5. HAHK Mladost kann noch auf 4:5 verkürzen und erzeugt in den letzten Minuten großen Druck mit 6 Feldspielern. SV Arminen bringt das Ergebnis über die Runden und steht am Sonntag im Finale gegen die USA.

Fotos von Edith Führing sind unter diesem Link zu finden - einige Impressionen vom heutigen Tag auch unter dem ÖHV-Flickr-Account

Mit einem klaren Sieg zieht die USA in das Finale ein.