Die aktuell laufenden Budgetverhandlungen zwischen den Fachministerien und dem Finanzministerium stellen eine entscheidende Phase für die zukünftige Finanzierung des österreichischen Sports dar. Die derzeit kolportierten möglichen weiteren Kürzungen im Bereich der Sportförderung in der Größenordnung von 20 bis 40 Millionen Euro würden die bestehenden Strukturen sowohl im Spitzen- als auch im Breitensport erheblich unter Druck setzen!
„Wir brauchen jetzt Planungssicherheit statt weiterer Einschnitte" meint auch Präsident Walter Kapounek "wir teilen die Einschätzung von Sport Austria - weitere Einsparungen würden auch den Hockeysport in Österreich massiv betreffen."
Sport Austria hat im Vorfeld intensiv den Austausch mit allen relevanten Stakeholdern gesucht und dabei die zentrale Bedeutung der Sportförderung unterstrichen. Diese bildet die Grundlage für den Spitzensport ebenso wie für den Breiten-, Gesundheits- und Schulsport. Die laufenden Budgetverhandlungen selbst werden vom zuständigen Sportministerium geführt.
„Wir erwarten, dass sich das Ergebnis der Budgetgespräche auch in einer entsprechenden Wertschätzung für den organisierten Sport widerspiegelt“, heißt es seitens Sport Austria. Konkret geht es um rund 560.000 Ehrenamtliche in 15.000 Sportvereinen, die tagtäglich einen - unentgeltlichen - unverzichtbaren Beitrag für das gesellschaftliche Leben in Österreich leisten.
Sport ist zugleich einer der wirksamsten Hebel in der Prävention. Wer hier weiter spart, riskiert langfristig steigende Belastungen im Gesundheitssystem. Investitionen in den Sport sind daher Investitionen in die Zukunft – gesundheitlich, sozial und wirtschaftlich. Wer sich Erfolge im Spitzensport und Medaillen erhofft, wer durch Breiten- und Gesundheitssport das Gesundheitssystem entlasten will, wer Impulse für den Winter- und Sommertourismus setzt und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt – auch im Bereich Integration – stärken möchte, muss all das bei den Budgetverhandlungen mitdenken.